Qualifikation: Erziehungswissenschaftler/in, Psychologe/in, Sozialarbeiter/in, Sozialpädagoge/in
Einrichtung: ambulante Erziehungshilfe, Beratungsstelle, Erziehungs- und Familieberatungsstelle
Aufgabe: Familienhilfe, Gewaltintervention, Hilfeplangespräche, Jugendhilfe
fachliche Fähigkeiten: Eigenmanagement, Fach- und Anwendungswissen, Sitzungen planen und leiten
Ort: Kleinmachnow

 

Das Sozial-Therapeutische Institut Berlin-Brandenburg (STIBB) e.V. besteht seit 1993 und führt als Erziehungs- und Familienberatungsstelle als anerkannter Träger der öffentlichen Jugendhilfe im Land Brandenburg Beratung nach dem KJHG §27/28 ff durch. Als Beratungsstelle mit dem besonderen Schwerpunkt Kinderschutz hat es die Aufgabe Kindern, Jugendlichen und ihren Familien, die von Gewalt, Vernachlässigung und sexuellem Missbrauch betroffen sind, Unterstützung und Hilfe zu geben, sowie Fachkräfte im ganzen Land, die mit der Problematik befasst sind, (LehrerInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen), zu beraten und weiterzubilden. Neben Beratung und Therapie für Kinder, Jugendliche und ihrer Familien gehören zu den Aufgaben auch Telefonbereitschaft und Krisenintervention sowie Betreuung und Begleitung der häufig schwer psychisch belasteten Klienten in Krisensituationen zu Ärzten, Ämtern, Rechtsanwälten und, bei polizeilichen Anzeigen, auch zu Polizei und Gerichtsverhandlungen. Der Bereich der Prävention umfasst neben der offenen Kinder- und Jugendarbeit, Informationsveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern und die eigens konzipierte Wanderausstellung „Un-Heimliche Macht“, die die Strategien der Täter sexueller Gewalt verdeutlicht und damit Hilfsmöglichkeiten für die betroffenen Kinder und Jugendlichen aufzeigen will. Die Teilnahme an regionalen und überregionalen Arbeitskreisen dient der Kooperation und Vernetzung und fördert die Verankerung der Thematik im regionalen Sozialraum. Der regionale Schwerpunkt liegt in der Stadt Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, gravierende Einzelfälle werden aus dem gesamten Land Brandenburg betreut. Um auch Familien und Kindern, die nicht die Möglichkeit haben, die Beratungsstelle zu erreichen, einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung und Hilfe zu ermöglichen, erfolgt die Beratung häufig aufsuchend.

Das Klientel besteht aus Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 18 (in Ausnahmefällen bis 27) Jahren und ihren Familien. Neben Erziehungs- und Schulproblemen leiden die Kinder und Jugendlichen auf Grund der gemachten Gewalterfahrungen häufig unter gravierenden emotionalen und Verhaltensproblemen, die bis zu schweren Traumatisierungen gehen. Diese können einhergehen mit Ängsten, Alpträumen, psychosomatischen Beschwerden verschiedenster Art, selbstverletzendem Verhalten, Suizidgedanken und –absichten, Drogen- und Alkoholmissbrauch und Entwicklungsstörungen. Eine enge Kooperation mit Eltern, Ärzten, Kliniken und Schulen ist deshalb unumgänglich. Auch die nichtbetroffenen Familienmitglieder sind häufig psychisch schwer belastet und bedürfen der Beratung im Umgang mit der Situation und mit den Problemen ihrer Kinder.

Das multiprofessionelle Team des Sozialtherapeutischen Instituts Berlin- Brandenburg besteht aus Diplom-Soziologin, Diplom-Psychologin, Sozial- und Diplompädagogen, Lehrerin, und Erziehern. Die Arbeit orientiert sich an der Konzeption und anerkannten Qualitätsstandards, sie wird regelmäßig extern supervidiert.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Durchführung von kurz-, mittel- und langfristigen Beratungen/Therapie für Kinder, Jugendliche und Familien mit Schwerpunkt Kinder- und Opferschutz
  • Erziehungs- und Familienberatungen
  • Elterngespräche und -beratungen
  • Kriseninterventionen und Krisenbetreuung, inklusive aufsuchender Arbeit
  • Beratung und Kooperation mit Ämtern, Schulen, Gesundheitsdienste, Ärzten und Soziales
  • Opferberatung für betroffene Kinder und ihre Familien
  • Sozialpädagogische Begleitung von Opferzeugen im Kontext von Strafprozessen
  • Verfassen von Entwicklungsberichten und Stellungnahmen für Hilfeplanverfahren
  • Teilnahme an Helfergesprächen, Hilfeplankonferenzen und Fachgesprächen
  • Dokumentation, Klientenverwaltung und Führen der Statistik
  • Begleitung und Betreuung während Gerichtsverfahren beim Familiengericht
  • Präventionsmaßnahmen für Schulen und Kindertagesstätten zu Themen sexueller Gewalt, Mobbing und Selbstbehauptung
  • Fachberatungen der pädagogischen Institutionen und deren MitarbeiterInnen
  • Mithilfe bei der Erstellung und Fortentwicklung der Konzeption der Einrichtung und der Erarbeitung von Qualitätsstandards
  • Regelmäßige Teilnahme an Teamsitzungen, Supervisionen und externen Fortbildungen im Rahmen des überregionalen Arbeitskreises Kinderschutz
  • Teilnahme am Zertifikatskurs „insofern erfahrene Fachkraft“
  • Organisation und Vorbereitung von interdisziplinären Arbeitskreisen zum Thema Kinderschutz, Netzwerk gesunde Kinder, Hilfen zur Erziehung und Sozialraum AG´s
  • Organisation von Arbeitsabläufen, Mitwirkung bei Teambesprechungen
  • Büro-, Telefon- und Verwaltungsdienste
  • Öffentlichkeitsarbeit