Als Beratungsstelle für Kinderschutz und Opferhilfe haben wir uns von Beginn an mit dem Schwerpunkt der Kindeswohlgefährdung, der Kindesmisshandlung, der Vernachlässigung und des sexuellen Missbrauchs an Kindern sowie mit der Gewalt zwischen Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Zur Abwendung der Gefährdung und zur Aufarbeitung der Probleme haben wir neue Hilfeformen entwickelt, erprobt und realisiert. Auch präventive Maßnahmen, die nicht nur informieren, sondern auch den Zugang zu Kindern und Familien erleichtern, können die Kinderschutzarbeit erheblich erleichtern.

Im Zentrum der ambulanten Hilfen stehen die Eltern und das hilfebedürftige Kind, das gemäß seinem individuellen Bedarf unterschiedliche Formen der Hilfe zur Abwendung von weiteren Gefährdungen, zur Aufarbeitung von Problemen und zur Stützung seiner persönlichen und familiären Entwicklung benötigt.

Unser Angebot der Fachberatung, Kooperation und Vernetzung:

  • Interdisziplinärer Arbeitskreis Kinderschutz in Kooperation mit dem SFBB (Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg)
  • Beratungen als insoweit erfahrene Fachkräfte bei Kindeswohlgefährdung
  • Unterstützung im professionellen Umgang bei Verdacht auf Kindesmissbrauch
  • Beratung bei Konflikten und verschiedenen Themen der Gewalt
  • Mehrebenenmodell zur Unterstützung von Einrichtungen und Institutionen
  • Hausinterne und externe Fortbildungen zu Kinderschutzthemen
  • Multimodale, interdisziplinäre und innovative Fachbegleitung

Bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung bieten wir für MitarbeiterInnen – auch kurzfristig – Fachberatungen durch unsere „insoweit erfahrene Fachkraft“ bei Kindeswohlbelangen.

Als Fachberatungsstelle für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs beraten wir Fachkräfte aus allen Professionen, die mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt stehen, insbesondere im Umgang mit Verdacht von sexuellem Kindesmissbrauch und begleiten sie bei der Klärung der Gefährdung.

Darüber hinaus unterstützen wir gerne die Kolleginnen und Kollegen in ihren jeweiligen Regionen mit unserem präventiven Kinderschutzangebot. Für die Fachkräfte des Landes bieten wir themenspezifische Fortbildungen, deren Inhalte sie selbst gerne mitgestalten können. Kooperationen und Vernetzung der Fachkräfte und der Verantwortungsträger gehören zu den Eckpfeilern jeder Kinderschutzarbeit, die wir als FachberaterInnen begleitend unterstützen können. Zusätzlich können wir auch mit unserer Wanderausstellung „Un-heimliche Macht – Gegen sexuelle Gewalt an Kinder“ den regionalen Kinderschutz in den verschiedenen Sozialräumen im Land fördern.

Bewährt hat sich auch unsere kollegiale Beratung für die jeweils zuständigen Fachkräfte in Begleitung der zu betreuenden oder zu beratenden Eltern und Kinder. Gemeinsam mit den Fachkräften und unter Beteiligung der Klienten können Problemwahrnehmungen mit unterschiedlichen Sichtweisen und Perspektiven erörtert und neue Lösungswege zur Problembewältigung gefunden werden.

Bei Fragen zu Strafanzeigen wegen sexuellen Missbrauchs an Kindern haben wir über unser landesweites Opferschutzprojekt die Möglichkeit, Fachkräfte, Eltern und Kinder über die Anforderungen eines Strafverfahrens zu informieren und sie bei den einzelnen zu bewältigenden Schritten zu begleiten.

In Einzelfällen können wir – außerhalb unserer zuständigen Region für die Stadt Potsdam und den Landkreis Potsdam-Mittelmark sowie Teltow-Fläming – in Abstimmung mit dem zuständigen Jugendamt und den hilfesuchenden Eltern und Kindern diese als Beratungsauftrag übernehmen.

Wir beraten die Fachkräfte auch anonym, per Telefon, in unserer Beratungsstelle oder auch bei Bedarf vor Ort.

Unsere landesweite Kinderschutzarbeit zum Ausbau des Kinderschutzstrukturen und zur Qualifizierung der Fachkräfte im Land wird vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg mitfinanziert. Unsere Kinderschutzaufgaben sowie die präventiven Maßnahmen, die Beratung und die Qualifizierung der Fachkräfte werden von der Stadt Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark im Rahmen eines Kontingentes mit gefördert.